Für Erben, Enterbte und Familien mit Immobilien, Unternehmen, Depots und Kryptowerten. In Stuttgart, Esslingen, bundesweit und bei Nachlässen mit Auslandsbezug.
Erbrecht: Pflichtteil, Erbengemeinschaft, Testamentsvollstreckung
Im Erbfall entscheidet nicht, wer am lautesten fordert, sondern wer seine Rechte und Fristen kennt.
Diskret · Bundesweit · Deutsch · English · Русский
Anna O. Orlowa, LL.M.
Fachanwältin für Erbrecht
Zertifizierte Testamentsvollstreckerin
Fachanwältin für Bank- und Kapitalmarktrecht
Erbrecht
Ihr Recht am Nachlass – und die Fristen, die dafür laufen
Im Erbfall treffen Trauer, Geld und Familie aufeinander. Wer seine Rechte kennt und die Fristen wahrt, kommt zu seinem Anteil, ohne jahrelangen Streit. Ich vertrete Erben, Pflichtteilsberechtigte und Familien bundesweit, als Fachanwältin für Erbrecht und zertifizierte Testamentsvollstreckerin.
Ihre Lage
- 01Sie wurden enterbt und wollen Ihren Pflichtteil.
- 02Sie sind Erbe geworden und müssen entscheiden, ob Sie annehmen.
- 03Die Erbengemeinschaft kommt nicht voran, ein Miterbe blockiert.
- 04Der Testamentsvollstrecker informiert nicht oder zögert.
- 05Im Nachlass gibt es Kryptowerte, aber keinen Zugang.
- 06Sie wollen Ihr Vermögen regeln, bevor Streit entsteht.
Klicken Sie auf Ihre Lage. Der Check oben öffnet sich mit Ihrem Fall.
Für wen ich arbeite
- 01Kinder, Ehegatten und Eltern, die enterbt oder benachteiligt wurden.
- 02Erben und Miterben mit Immobilien, Konten, Depots und Unternehmensanteilen.
- 03Familien und Unternehmer, die ihre Nachfolge regeln wollen.
- 04Erben mit Nachlass oder Familie in Russland, der Ukraine, Kasachstan und anderen Ländern.
Erbrechtliche Mandate führe ich persönlich, von der ersten Prüfung bis zur Verteilung.
Enterbt
Pflichtteil durchsetzen
Wer durch Testament enterbt ist, geht nicht leer aus. Kinder, Ehegatten und unter Umständen Eltern haben einen Pflichtteil, als Geldanspruch gegen die Erben.
Was Ihnen zusteht
Der Pflichtteil beträgt die Hälfte des gesetzlichen Erbteils, § 2303 BGB. Er ist ein Anspruch auf Geld, kein Anteil an Haus oder Depot.
Auskunft zuerst
Die Erben müssen Ihnen Auskunft über den Nachlass geben, auf Verlangen durch ein notarielles Nachlassverzeichnis und mit Wertermittlung, § 2314 BGB. Ohne vollständige Auskunft lässt sich der Anspruch nicht beziffern.
Schenkungen der letzten zehn Jahre
Hat der Verstorbene zu Lebzeiten verschenkt, kommt der Pflichtteilsergänzungsanspruch nach § 2325 BGB hinzu. Schenkungen im letzten Jahr vor dem Erbfall zählen voll, danach jedes Jahr ein Zehntel weniger. Bei einer Immobilie mit vorbehaltenem Nießbrauch hat die Frist nach der Rechtsprechung oft noch gar nicht begonnen.
Verjährung
Der Anspruch verjährt in drei Jahren, gerechnet ab dem Ende des Jahres, in dem Sie vom Erbfall und von der Enterbung erfahren haben, §§ 195, 199 BGB. Ein einfaches Aufforderungsschreiben an die Erben hemmt die Verjährung nicht.
Streit unter Erben
Erbengemeinschaft auflösen
Mehrere Erben bilden eine Erbengemeinschaft. Solange sie besteht, entscheiden alle gemeinsam, und ein Einzelner kann alles blockieren.
Niemand verfügt allein
Den Nachlass verwalten die Erben gemeinschaftlich, § 2038 BGB. Über einzelne Gegenstände verfügen sie nur gemeinsam, § 2040 BGB. Ein Miterbe kann so den Verkauf der Immobilie oder die Auflösung eines Kontos aufhalten.
Auseinandersetzung verlangen
Jeder Miterbe kann jederzeit die Auseinandersetzung verlangen, § 2042 BGB. Scheitert die Einigung, führt der Weg über die Teilungsversteigerung der Immobilie nach § 180 ZVG oder über die Erbteilungsklage.
Wenn einer allein nutzt
Nutzt ein Miterbe eine Immobilie des Nachlasses allein, kommt eine Nutzungsentschädigung in Betracht. Sie muss ausdrücklich verlangt werden.
Verkauf eines Erbteils
Verkauft ein Miterbe seinen Anteil an einen Dritten, haben die übrigen Miterben ein Vorkaufsrecht, § 2034 BGB. Es ist binnen zwei Monaten auszuüben.
Erbe geworden
Die ersten Wochen nach dem Erbfall
Zwischen Trauer und Formularen laufen Fristen. Was in den ersten sechs Wochen geschieht, entscheidet oft über Haftung und Vermögen.
Annehmen oder ausschlagen
Ein Erbe lässt sich binnen sechs Wochen ausschlagen, § 1944 BGB, gegenüber dem Nachlassgericht zur Niederschrift oder in öffentlich beglaubigter Form, § 1945 BGB. Lebte der Verstorbene zuletzt nur im Ausland, oder waren Sie bei Fristbeginn im Ausland, beträgt die Frist sechs Monate. Danach gilt das Erbe als angenommen.
Schulden im Nachlass
Erben haften für die Schulden des Verstorbenen, grundsätzlich auch mit eigenem Vermögen. Die Haftung lässt sich auf den Nachlass beschränken, etwa durch Nachlassverwaltung oder Nachlassinsolvenz.
Erbschein oder Testament
Banken und Grundbuchamt verlangen einen Nachweis der Erbfolge. Liegt ein notarielles Testament mit Eröffnungsprotokoll vor, genügt das in der Regel. Sonst beantrage ich den Erbschein beim Nachlassgericht.
Nachlass mit Auslandsbezug
Für Erbfälle ab dem 17. August 2015 bestimmt die Europäische Erbrechtsverordnung grundsätzlich das Recht des Staates, in dem der Verstorbene zuletzt seinen gewöhnlichen Aufenthalt hatte. Nachlässe mit Bezug zu Russland, der Ukraine oder Kasachstan bearbeite ich auch auf Russisch.
Testamentsvollstreckung
Testamentsvollstrecker kontrollieren oder einsetzen
Der Testamentsvollstrecker verwaltet den Nachlass an Stelle der Erben. Er hat weitreichende Befugnisse und klare Pflichten.
Information und Rechenschaft
Unverzüglich nach Annahme des Amtes schuldet er den Erben ein Verzeichnis des Nachlasses, § 2215 BGB. Er muss Auskunft geben und Rechenschaft legen, § 2218 BGB.
Haftung
Verletzt er schuldhaft seine Pflichten, haftet er den Erben auf Schadensersatz, § 2219 BGB.
Entlassung
Bei grober Pflichtverletzung oder Unfähigkeit zur ordnungsgemäßen Geschäftsführung entlässt ihn das Nachlassgericht auf Antrag, § 2227 BGB.
Ich übernehme das Amt
Als zertifizierte Testamentsvollstreckerin übernehme ich das Amt selbst, wenn es im Testament angeordnet wird. Gerade bei Immobilien, Unternehmen und Kryptowerten verhindert das Streit unter den Erben.
Digitaler Nachlass
Kryptowerte im Nachlass finden und sichern
Kryptowerte gehen auf die Erben über. Das Problem ist nicht das Recht, sondern der Zugang: Geräte, Notizen, Börsenkonten und Wallets müssen erst gefunden werden.
Rechtlich klar
Kryptowerte gehören zum Nachlass wie jedes andere Vermögen, § 1922 BGB. Für digitale Konten hat der Bundesgerichtshof die Vererblichkeit ausdrücklich bestätigt (Urteil vom 12. Juli 2018, III ZR 183/17).
Spuren finden
Ich werte Geräte, handschriftliche Notizen, Kontoauszüge und E-Mails von Börsen aus. Die Blockchain zeigt dann, welche Adressen Werte halten und wohin sie geflossen sind.
Zugang herstellen
Bei Börsenkonten führt der Weg über einen Erbnachweis. Bei privaten Wallets entscheidet, ob sich Schlüssel oder Wiederherstellungsphrase finden. Setzen Sie keine Geräte zurück und geben Sie keine weiter.
Vorsorge
Wer Kryptowerte hält, braucht eine Zugangsregelung außerhalb des Testaments. Das Testament wird nach dem Tod eröffnet und gelesen.
Schicken Sie niemandem Passwörter, Schlüssel oder Wiederherstellungsphrasen, auch nicht per E-Mail an mich.
Vorsorge
Nachfolge regeln, bevor Streit entsteht
Ohne Regelung gilt die gesetzliche Erbfolge, und mit ihr oft eine Erbengemeinschaft, die niemand wollte.
Ein Testament, das hält
Ein Testament muss vollständig eigenhändig geschrieben und unterschrieben oder notariell beurkundet sein. Häufiger als an der Form scheitert es an unklaren Formulierungen, übersehenen Pflichtteilen und an Vermögen, das sich seit der Abfassung verändert hat.
Übertragung zu Lebzeiten
Immobilien und Unternehmensanteile lassen sich schon zu Lebzeiten übertragen, mit Nießbrauch, Wohnrecht und Rückforderungsrechten. Die Freibeträge der Erbschaft- und Schenkungsteuer lassen sich alle zehn Jahre neu nutzen.
Unternehmen
Gesellschaftsvertrag und Testament müssen zusammenpassen. Sonst entscheidet im Erbfall der Gesellschaftsvertrag, nicht das Testament, wer nachfolgt.
Pflichtteilsverzicht
Streit lässt sich schon zu Lebzeiten vermeiden, etwa durch einen Pflichtteilsverzicht gegen Abfindung. Er muss notariell beurkundet werden.
Vermögen über Generationen zusammenhalten und vor Haftung schützen: Familienstiftung, Holding und Vermögensschutz.
Fristen im Erbrecht
Diese Fristen dürfen Sie nicht versäumen
| Anlass | Rechtsbehelf | Frist | Vorschrift |
|---|---|---|---|
| Erbfall | Ausschlagung | 6 Wochen ab Kenntnis | § 1944 Abs. 1 BGB |
| Erbfall mit Auslandsbezug | Ausschlagung | 6 Monate ab Kenntnis | § 1944 Abs. 3 BGB |
| Irrtum bei Annahme oder Fristablauf | Anfechtung | 6 Wochen ab Kenntnis des Grundes | §§ 1954, 1956 BGB |
| Verkauf eines Erbteils an Dritte | Vorkaufsrecht der Miterben | 2 Monate | § 2034 Abs. 2 BGB |
| Enterbung | Pflichtteil | 3 Jahre ab Ende des Jahres der Kenntnis | §§ 195, 199 BGB |
| Schenkungen zu Lebzeiten | Pflichtteilsergänzung | 10 Jahre, ab dem 2. Jahr jährlich ein Zehntel weniger | § 2325 Abs. 3 BGB |
Ihre Ausschlagungsfrist und die Verjährung Ihres Pflichtteils berechnet der Erbrecht-Check oben auf dieser Seite.
Warum REXUS
Erbrecht mit Blick für Vermögen
Fachanwältin für Erbrecht
Erbrecht ist mein Fachgebiet. Als zertifizierte Testamentsvollstreckerin kenne ich die Verwaltung eines Nachlasses auch von innen.
Vermögen verstehen
Als Fachanwältin für Bank- und Kapitalmarktrecht und zertifizierte Expertin für Kryptowerte bewerte und finde ich Depots, Unternehmensanteile und Kryptowerte selbst.
International
Nachlässe mit Bezug zu Russland, der Ukraine, Kasachstan und anderen Ländern bearbeite ich auf Deutsch, Englisch und Russisch.
So läuft das Mandat
Vom Erbfall zu Ihrem Anteil
Lage schildern
Schildern Sie in wenigen Sätzen, wer verstorben ist, ob es ein Testament gibt und was Sie erreichen wollen.
Fristen sichern
Ich prüfe zuerst, welche Fristen laufen, etwa Ausschlagung, Vorkaufsrecht oder Verjährung, und sichere sie.
Durchsetzen oder gestalten
Ich setze Ihre Ansprüche gegenüber Erben, Miterben, Testamentsvollstrecker und Banken durch oder gestalte Ihre Nachfolge. Die Zusendung ist noch kein Auftrag; über die Übernahme entscheide ich nach Durchsicht.
Häufige Fragen
Fragen zum Erbrecht
Wie hoch ist mein Pflichtteil?
Die Hälfte Ihres gesetzlichen Erbteils, § 2303 BGB. Beispiel: Setzt der Verstorbene seinen Ehegatten, mit dem er im gesetzlichen Güterstand lebte, zum Alleinerben ein und hinterlässt zwei Kinder, beträgt der gesetzliche Erbteil jedes Kindes ein Viertel, der Pflichtteil also ein Achtel des Nachlasswerts.
Die Erben geben mir keine Auskunft. Was kann ich tun?
Sie haben nach § 2314 BGB Anspruch auf Auskunft über den Nachlass und auf Wertermittlung, auf Verlangen durch ein notarielles Nachlassverzeichnis. Verweigern die Erben die Auskunft, wird sie zusammen mit der Zahlung im Wege der Stufenklage eingeklagt.
Kann ein Miterbe den Verkauf des Hauses verhindern?
Auf Dauer nicht. Jeder Miterbe kann die Auseinandersetzung verlangen, § 2042 BGB. Scheitert die Einigung, führt der Weg über die Teilungsversteigerung nach § 180 ZVG. Meist ist ein Verkauf aus freier Hand wirtschaftlich besser, und die Aussicht auf die Versteigerung bringt Bewegung in die Verhandlung.
Wie lange habe ich Zeit, ein Erbe auszuschlagen?
Sechs Wochen ab dem Zeitpunkt, in dem Sie vom Erbfall und von Ihrer Erbenstellung erfahren haben, § 1944 BGB. Lebte der Verstorbene zuletzt nur im Ausland, oder waren Sie bei Fristbeginn im Ausland, sind es sechs Monate. Die Ausschlagung erklären Sie gegenüber dem Nachlassgericht.
Brauche ich einen Erbschein?
Nicht immer. Liegt ein notarielles Testament mit Eröffnungsprotokoll vor, genügt das Banken und Grundbuchamt in der Regel. Gegenüber Banken kann auch ein eröffnetes handschriftliches Testament ausreichen, wenn es die Erbfolge eindeutig belegt (BGH, Urteil vom 5. April 2016, XI ZR 440/15).
Der Testamentsvollstrecker informiert uns nicht. Was können wir tun?
Er schuldet ein Nachlassverzeichnis, § 2215 BGB, sowie Auskunft und Rechenschaft, § 2218 BGB. Kommt er dem nicht nach, lässt sich das einklagen. Bei grober Pflichtverletzung entlässt ihn das Nachlassgericht auf Antrag, § 2227 BGB.
Gehören Kryptowerte zum Nachlass?
Ja. Sie gehen wie jedes andere Vermögen auf die Erben über, § 1922 BGB. Das Problem ist der Zugang: Ohne Schlüssel oder Wiederherstellungsphrase lassen sich private Wallets nicht öffnen. Börsenkonten sind über einen Erbnachweis erreichbar.
Welches Erbrecht gilt, wenn der Verstorbene im Ausland lebte?
Für Erbfälle ab dem 17. August 2015 grundsätzlich das Recht des Staates, in dem er zuletzt seinen gewöhnlichen Aufenthalt hatte, Art. 21 der Europäischen Erbrechtsverordnung. Er konnte aber das Recht seiner Staatsangehörigkeit wählen, Art. 22. Das gilt auch, wenn danach das Recht eines Staates außerhalb der EU anzuwenden ist.
Kann ich schon zu Lebzeiten Streit unter meinen Erben verhindern?
Weitgehend, mit einem klaren Testament, einem Pflichtteilsverzicht der Kinder und der Anordnung einer Testamentsvollstreckung. Ein Pflichtteilsverzicht muss notariell beurkundet werden.
Erbfall schildern
Schildern Sie in wenigen Sätzen: Wer ist verstorben und wann? Gibt es ein Testament? Wer ist Erbe? Was möchten Sie erreichen?
Vermerken Sie im Betreff, wenn eine Frist läuft, etwa die Ausschlagungsfrist oder eine Frist des Nachlassgerichts.
Was ich prüfe:
✓ Ihre Stellung: Erbe, Miterbe, Pflichtteilsberechtigter oder Vermächtnisnehmer
✓ Laufende Fristen: Ausschlagung, Vorkaufsrecht, Verjährung
✓ Den Nachlass: Immobilien, Konten, Depots, Unternehmensanteile, Kryptowerte
✓ Den kürzesten Weg zu Ihrem Anteil oder zu einer tragfähigen Nachfolge
Mandatsbearbeitung unter anwaltlicher Schweigepflicht. Bundesweit, auf Deutsch, Englisch und Russisch. Ich melde mich innerhalb von 24 Stunden. Die Zusendung ist noch kein Auftrag; über die Übernahme entscheide ich nach Durchsicht.
